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Aktuell haben wir 12 Tiere auf dem Gnadenhof.



Seppl    
     
Aufgepasst: Hier kommt der Chef. Zumindest glaube ich, Seppl, das manchmal. Ich hab hier den Plan, wie was laufen soll und daran sollten sich auch alle halten, sonst werde ich auch mal etwas frecher. Wenn man mir aber immer mal was Gutes zu Futtern zusteckt oder mich beschäftigt, kann ich auch sehr charmant sein. Fressen ist meine große Leidenschaft, deswegen trage ich auch eine kleine Kugel spazieren. Aber ein richtiger Mann braucht ja auch einen Bauch, oder? Leider ist meine Lunge nicht mehr so ganz fit, wie bei Bonita. Manche sagen wir wären uns, abgesehen von der Größe und natürlich dem Geschlecht, echt ähnlich. Wenn ich nicht gerade am fressen bin, schlendere ich mit meiner Freundin Emma durch die Gegend oder pflege mein Fell durch ausgiebiges Wälzen.  



Emma    
     
Hi, ich bin die Emma. Die Menschen hier sagen immer ich wäre eine Ziege, aber irgendwie bezweifel ich das. Ok, ich knabber gerne Äste, kann mich super dazu auf die Hinterbeine stellen und wiehern tu ich auch nicht. Aber ansonsten bin ich doch ein waschechtes Pony. Mein bester Freund Seppl ist ja schließlich auch eins. Früher habe ich auch mit einem Pony zusammen gelebt, da musste ich aber weg, weil die komischen Menschen dachten, ich könnte den Kindern weh tun. Völliger Blödsinn wenn ihr mich fragt, ich bin nämlich echt lieb. In meinem nächsten Stall bin ich galant wie immer aus dem Stall gesprungen, dabei habe ich mich aber total doof verletzt und mir ein halbes Horn abgerissen. Diesen Unfall habe ich lange Zeit nicht verkraftet und habe niemanden an mich ran gelassen. Heute komme ich zu den Menschen immerhin zum Fressen und lasse mich auch mal ganz kurz anfassen, aber so ganz trauen tu ich denen nicht. Obwohl ich kein Schmusetier bin, versorgen mich hier alle gut und ich habe viel Spaß.  



Falko    
     
Huch.. wer bist du denn? Ich bin Falko und ich will immer ganz genau wissen, wer da vor mir steht und ob er nicht vielleicht irgendwo was Leckeres für mich versteckt hat. Mit meinen 24 Jahren, die man mir kaum ansieht, hab ich schon einiges erlebt und das vor allem in meinen jungen Jahren. Durch starke Probleme mit den Beinen und anderen körperlichen Einschränkungen wurde gesagt, man solle mich nur noch mit Schmerzmitteln vollpumpen bis meine Organe versagen. Die Menschlein hier auf dem Gnadenhof haben mich aber nicht aufgegeben und mich von oben bis unten betüddelt, so lieb wie ich einen anstupsen kann, hab ich das aber auch echt verdient. Ja, was soll ich sagen, heute bin ich ich top-fit und gehe mit meinem besten Freund Zaecar auf Erkundungstour nach Leckereien oder tobe mit ihm über die Weide. Hin und wieder sagt man mir nach, ich wäre tollpatschig oder gar verträumt... ob das wohl stimmt? Mein Charme wird vielleicht mit Tollpatschigkeit verwechselt… Mit den Menschen hier schmuse ich am liebsten den lieben langen Tag, aber auch an der Longe oder bei der Bodenarbeit zeige ich gerne, was ich für ein braves Pferdchen bin, unterm Sattel darf ich das ja nicht mehr, die haben Angst hier, dass mir dann wieder Rücken und Beine weh tun. Und so bekomm ich vielleicht die ein oder andere Streicheleinheit mehr.  



Zaecar    
     
Ave Zaecar. Nein, ihr müsst mich nicht so ansprechen, hauptsache ihr bringt mir etwas Leckeres mit oder lächelt über meinen Schabernack, den ich gerne treibe. Keine Absperrung ist vor mir sicher, deswegen habe ich mich freiwillig zum Sicherheitsbeauftragten ernannt. Naja, an manchen Tagen bringe ich mein Pflegepersonal schon zur Verzweiflung, aber Gottseidank kann mir keiner wirklich böse sein, da ich soooo lieb gucken kann und einen sanften, liebenswerten Charakter habe. Des Öfteren werde ich hier Arabischer Schlingel genannt, das ist ja aber auch sehr passend. In meinem früheren Leben war ich ein Hochleistungssportler als Distanzpferd, sogar im deutschen Kader. Ich habe dadurch viele Städte bereist, aber leider hat die enorme Belastung zu einer Gleichbeinlahmheit geführt. Die Schulmedizin war bald am Ende ihres Lateins und empfahl eine längere Auszeit auf der Weide. Zum Glück landete ich dann hier und konnte aufgrund naturheilkundlicher Behandlungen, optimaler Haltung und keiner Belastungen mehr wieder weitestgehend schmerzfrei mit meinem besten Kumpel Falko über die Weide springen.  



Rieke    
     
Ich bin Rieke, eine 19 Jahre alte Schwarzwälder-Kaltblut-Stute. Ich bin in Wiesenbach geboren und habe in meinem Leben 3 Fohlen zur Welt gebracht. Meine jüngste Tochter Lina lebt Gott sei Dank noch bei mir ;-) In meinem Leben durfte ich schon ganz viel lernen: ich bin anfangs im englischen Reitstil geritten worden, erhielt dann aber eine weitere Ausbildung im Western-Reitstil. So genoss ich jahrelang herrliche Ausritte und Wanderritte. Gleichzeitig habe ich eine gute Ausbildung im Kutsche ziehen-ob alleine oder im Gespann, auch dabei hatte ich jahrelang große Freude. Da ich eine Zuchtstute war, bin ich für Schauen sogar bis nach Berlin gekommen, wo ich dann für mein „So bin ich und das kann ich“ sogar die Staatsprämie erhalten habe. All das habe ich mit meinem Besitzer erlebt, bei dem ich geboren bin. Dieser ist jedoch im Februar gestorben, worüber ich sehr traurig war, denn das schönste, was ich in meinem Leben von ihm lernen durfte ist absolute Tierliebe. Doch nun lerne ich auch noch Dankbarkeit, dass ich -zwar durch traurige Umstände- auf so einem tollen Gnadenhof ein herrliches, absolut liebenswerten neues zu Hause gefunden habe!!! Dafür danke ich allen von ganzem Herzen, die täglich für mein leibliches Wohl sorgen und mit jedem Streichler zeigen, dass wir auch ohne Worte mit der Sprache des Herzens verstanden werden.  



Gino    
     
Hallo,ich bin der Gino. Ich bin 28 Jahre und war einst ein tolles Springpferd und habe so manche Hürde genommen. Doch irgendwann in meinem Leben verließ mich meine Kraft und dann ging es bergab. Als Sportler war ich nicht mehr zu gebrauchen und kam dann so in einen neuen Stall an dem ich sterben sollte. Es gab weder ausreichend Futter noch wurde sich richtig um mich gekümmert. Ich landete auf dem sogenannten Abstellgleis. Die Hoffnung hatte ich schon fast aufgegeben und war dem Sterben nahe, dann fand mich durch Zufall eine junge Frau, und hat mich mitgenommen und gefüttert, gepflegt und sich auch um meine medizinische Versorgung gekümmert. nach einigen Monaten war ich dann wieder soweit hergestellt, dass ich auf den Gnadenhof durfte und mich dort in eine Herde von 5 Pferden einleben konnte. Es war anfangs sehr schwer für mich, doch nun Lebe ich sehr glücklich seit 2Jahren dort und habe auch tolle Freundschaften in der Zwischenzeit aufgebaut. Besonders die zwei schicken Schwarzwäldermädels Rieke und Lina hab ich richtig ins Herz geschlossen und umwerbe sie regelmäßig mit all meinem Charme....Hier ist es schön-hier bleib ich.  



Conny    
     
Hallo, mein Name ist Conny und ich bin hier mit 34 Jahren die Uroma vom Hof. Meine Mutter war einst das Pony eines kleinen Mädchens, dort kam ich völlig unbemerkt zur Welt. Die Besitzer von mir und meiner Mutter waren Kinder und hielten mich zunächst für eine Ziege, wollten mich aber trotzdem behalten. Dies geschah dann auch und so durfte ich mit meiner Mutter viele Jahre auf einer großen Weide leben. Das kleine Mädchen ist mittlerweile groß und erwachsen geworden und meine Mutter starb im letzten Jahr. Auch wenn meine Besitzer sich immer noch liebevoll kümmerten, war ich ganz schön einsam, weshalb ich im Mai auf den Gnadenhof kam. Hier wurde ich, besonders von Muffin, total liebevoll aufgenommen und fühle mich mittlerweile sehr wohl. Anfangs war das alles ganz aufregend. Die ganzen neuen Pferde um mich rum, die neue Umgebung und die Trauer um meine Mutter, haben mich immer wieder vergessen lassen, zu essen. Die Menschen hier haben darauf aber gut geachtet und jetzt bekomme ich sogar zweimal am Tag eine Sonderbehandlung und darf ganz alleine und in Ruhe richtig leckere Sachen futtern. Da guckt der Seppl immer ganz schön neidig.  



Bonita    
     
Guten Tag. Ich bin Bonita und war bis vor kurzem die einzige Dame in der Herde. So führe ich mich auch manchmal auf, wie eine richtige Diva. Aber die Menschen hier nehmen mir das gar nicht übel, weil ich früher mit meiner Tochter in einem total dunklen, verdreckten Stall gestanden habe und ganz schön dünn war. Jetzt muss ich dafür alle Reserven horten. Damals hat sich niemand um mich gekümmert, das habe ich erst hier auf dem Gnadenhof kennen gelernt. Meine Tochter konnte damals an liebe Leute verkauft werden, mich wollte aber keiner, da ich dämpfig bin, also eine Lungenkrankheit habe. So kam ich dann glücklicherweise auf den Gnadenhof. Die Leute da haben mich aufgepäppelt und auch meinen schlimmen husten gut in den Griff bekommen. Mir geht’s hier richtig gut und da ich das direkt geahnt habe, konnte ich von Anfang an hier zeigen, dass ich eine echt gute Leitstute wäre, nur der Nikolaus spielt da nicht so mit. Manchmal falle ich auch heute noch in alte Verhaltensmuster und finde Menschen nicht so toll oder lasse mich nicht gerne anfassen, andere Pferde zicke ich dann auch schon mal ganz schön an, aber eigentlich bin ich echt eine ganz liebe. Ehrlich!  



Lina    
     
Ich bin Lina, eine 12 Jahre alte Schwarzwälder-Kaltblut-Stute. Auch ich bin in Wiesenbach geboren und habe von meinem Besitzer eine gute, liebevolle Erziehung erhalten und habe -noch immer- eine herrliche Kindheit, denn ich lebe nach wie vor bei meiner Mama „Rieke“. Von allen anderen Pferden hörte ich immer, was für tolle Ausbildungen sie haben und wie fleißig sie sind. Erst dachte ich immer, schade, dass ich nicht so viel lerne. Aber ich verstand warum, denn mein Besitzer war krank und verstarb im Februar. Ich durfte dafür immer so sein, wie ich bin und so liebte er mich! Ich bin nämlich eine recht freche, manchmal auch bisschen sture, große, dicke, sehr lernwillige, neugierige und lustige Schmusebacke, die immer nur gekrault und gestreichelt werden möchte. Zu „mehr“ hat es in meinem Leben noch nicht gereicht, aber damit konnte ich dennoch ganz viele Menschen glücklich machen, die eigentlich vielleicht erstmal Angst vor Pferden hatten. Gott sei dank bin ich -zwar durch traurige Umstände- mit meiner Mama auf dem Gnadenhof eingezogen, denn hier darf ich weiterhin genau so sein, wie ich bin.... Eine Schmusebacke in Pferdeform ;-) ....Daaaanke!!!  



Muffin    
     
Sie nennen mich Muffin,aber wegen meiner Größe könnte ich auch gut Krümel heißen. Mein Aussehen und mein Benehmen hat ein wenig was von einem Hippie, sagen manche. Zum Beispiel hatte ich anfangs so langes Fell, dass man gar nicht sehen konnte, wie dünn ich eigentlich war und meine schicke Matte hat auch noch ständig eine andere Farbe, sodass man mich kaum erkennt, wenn man mich ein paar Tage nicht gesehen hat. Außerdem bin ich immer gut drauf und ein wenig verpeilt. Ich verlaufe mich ab und an auch mal,.....tja das liegt wohl daran ,das ich schon etwas älter bin als ich aussehe, so um die 25 Jahre bin ich wohl schon auf dieser Welt. Schnuckelig finden mich viele,oder süß. Naja, um als Bettelpony zu arbeiten war das wohl auch nötig. Ich weiß nicht mehr wie lange ich diesen Job gemacht hab, ist ja jetzt auch nicht mehr so wichtig. Jetzt bin ich hier - hier im kleinen Apfelparadies. Mit meinen 4 Kumpels kann ich hier richtig viel Spaß haben und Unsinn machen. Besonders angetan hat es mir jedoch die hübsche Conny, auf die hab ich doch direkt ein Auge geworfen.  



Wolli    
     
Määääh,.....Wolli ist mein Name und jeder kennt mich und wer mich nicht kennt,der lernt mich nun kennen. Also, ich bin Wolli und das älteste Schäfchen im ganzen Umkreis. So alte Schafe gibt es nämlich eigentlich gar nicht, hab ich ein Glück, dass es so tolle homöopathische Mittelchen gibt, die mein krankes Herz fleißig weiter schlagen lassen. Schäfchen haben nämlich ein ganz besonders großes Herz für alle Menschen und Tiere in Ihrer Umgebung. Ich bin mit Ponys groß geworden und deshalb benehme ich mich auch so, für mich ist das auch ganz ok so......ich kenne es nicht anders. Ich kam 2012 auf den Gnadenhof und lebe nun mit  3Ponys und der Ziege Emma zusammen. Am liebsten liege ich rum und chille oder futtere viele Leckereien, die es auf dem Gnadenhof zu Hauf gibt. Aber auch die Spaziergänge mit meiner Herde machen viel Spaß, besonders lustig ist es, wenn die Fußgänger mich dabei seltsam anschauen. Als ob ein Schaf so ungewöhnlich wäre. Wir fünf hier sind ein super Team, es ist so wunderschön.  



Nikolaus    
     
Hallo, ich bin der Nikolaus und nicht nur am längsten auf dem Gnadenhof, sondern trotz meiner 29 Jahre auch der Herdenchef. In meinem früheren Leben war ich das Jüngste von vier Kutschpferden, und als alle anderen gestorben waren, völlig alleine. Dazu kam, dass mein früherer Besitzer aufgrund seines hohen Alters und einer Alzheimer-Erkrankung, sich nicht mehr richtig um mich kümmern konnte. Ich hatte aber letztendlich das Glück, hier am Gnadenhof ein neues, sehr glückliches Zuhause zu finden. Seit vielen Jahren sind meine Mahlzähne nicht mehr gut genug um Heu essen zu können und deswegen bekomme ich mehrmals am Tag meinen Brei. Ich hätte es nicht besser treffen können, da alle sich ganz liebevoll um mich kümmern. Und die tun das sogar, obwohl ich manchmal ein ganz schöner Macho sein kann.