Seppl

Aufgepasst: Hier kommt der Chef. Zumindest glaube ich, Seppl, das manchmal. Ich hab hier den Plan, wie was laufen soll und daran sollten sich auch alle halten, sonst werde ich auch mal etwas frecher. Wenn man mir aber immer mal was Gutes zu Futtern zusteckt oder mich beschäftigt, kann ich auch sehr charmant sein. Fressen ist meine große Leidenschaft, deswegen trage ich auch eine kleine Kugel spazieren. Aber ein richtiger Mann braucht ja auch einen Bauch, oder? Leider ist meine Lunge nicht mehr so ganz fit, wie bei Bonita. Manche sagen wir wären uns, abgesehen von der Größe und natürlich dem Geschlecht, echt ähnlich. Wenn ich nicht gerade am fressen bin, schlendere ich mit meiner Freundin Emma durch die Gegend oder pflege mein Fell durch ausgiebiges Wälzen.

Minou

Bonjour, je suis Minou – ich bin Minou und mit meinen 27 Jahren im besten Alter. Genau wie meine WG-Mitbewohner Seppl und Muffin bin ich auch ein Shettypony und auch genau wie die beiden könnte ich den ganzen Tag am leckeren Gras knabbern. Was man mir auch ansieht, aber zum Glück habe ich schwarze Flecken und jeder weiß ja, was man sagt: Schwarze Flecken machen schlank. Oder waren es doch Streifen? Na egal! Auch wenn ich für mein Alter noch sehr gut aussehe, habe auch ich meine Wehwehchen: Ich leide an leichter Arthrose und an Lungenproblemen. Das hindert mich aber nicht daran, schöne Spaziergänge zu machen. Die habe ich auch gerne mit meiner alten Besitzerin gemacht. Bei der stand ich lange zusammen mit zwei anderen Pferden, aber sie musste uns leider aus Überlastungsgründen abgeben. Leicht ist das niemandem der Beteiligten gefallen. Auch wenn ich mein altes Zuhause sehr vermisse, geht es mir hier doch sehr gut. Man sorgt sich sehr liebevoll um mich und das einzige Problem, dass ich aktuell noch habe, ist, dass Seppl einfach nicht akzeptieren will, dass er die längste Zeit Herdenchef gewesen ist. Denn jetzt bin ich nämlich da. Aber das wird er sicher auch noch lernen, denn ich habe noch genug Zeit, um es ihm zu zeigen.

Muffin

Sie nennen mich Muffin,aber wegen meiner Größe könnte ich auch gut Krümel heißen. Mein Aussehen und mein Benehmen hat ein wenig was von einem Hippie, sagen manche. Zum Beispiel hatte ich anfangs so langes Fell, dass man gar nicht sehen konnte, wie dünn ich eigentlich war und meine schicke Matte hat auch noch ständig eine andere Farbe, sodass man mich kaum erkennt, wenn man mich ein paar Tage nicht gesehen hat. Außerdem bin ich immer gut drauf und ein wenig verpeilt. Ich verlaufe mich ab und an auch mal,…..tja das liegt wohl daran ,das ich schon etwas älter bin als ich aussehe, so um die 27 Jahre bin ich wohl schon auf dieser Welt. Schnuckelig finden mich viele,oder süß. Naja, um als Bettelpony zu arbeiten war das wohl auch nötig. Ich weiß nicht mehr wie lange ich diesen Job gemacht hab, ist ja jetzt auch nicht mehr so wichtig. Jetzt bin ich hier – hier im kleinen Apfelparadies. Mit meinen drei Kumpels kann ich hier richtig viel Spaß haben und Unsinn machen. Besonders angetan hat es mir jedoch die hübsche Conny, auf die hab ich doch direkt ein Auge geworfen.

Emma

Hi, ich bin die Emma. Die Menschen hier sagen immer ich wäre eine Ziege, aber irgendwie bezweifel ich das. Ok, ich knabber gerne Äste, kann mich super dazu auf die Hinterbeine stellen und wiehern tu ich auch nicht. Aber ansonsten bin ich doch ein waschechtes Pony. Mein bester Freund Seppl ist ja schließlich auch eins. Früher habe ich auch mit einem Pony zusammen gelebt, da musste ich aber weg, weil die komischen Menschen dachten, ich könnte den Kindern weh tun. Völliger Blödsinn wenn ihr mich fragt, ich bin nämlich echt lieb. In meinem nächsten Stall bin ich galant wie immer aus dem Stall gesprungen, dabei habe ich mich aber total doof verletzt und mir ein halbes Horn abgerissen. Diesen Unfall habe ich lange Zeit nicht verkraftet und habe niemanden an mich ran gelassen. Heute komme ich zu den Menschen immerhin zum Fressen und lasse mich auch mal ganz kurz anfassen, aber so ganz trauen tu ich denen nicht. Obwohl ich kein Schmusetier bin, versorgen mich hier alle gut und ich habe viel Spaß.

Bumblebee und Leonardo

Hallihallo! Wir sind Bumblebee und Leonardo, die wohl mit Abstand jüngsten Bewohner hier auf dem Hof. Denn wir wurden grade einmal im Februar 2019 geboren. Was wir hier jetzt schon auf dem Gnadenhof machen? Nun, einmal waren wir Teil einer richtigen Herde, in einer privaten Schafhaltung. Doch unsere Besitzer waren nicht mehr die Jüngsten und aufgrund des Alters und gesundheitlichen Problemen mussten sie die ganze Herde abgeben. Das war nicht leicht für uns, vor allem da wir andernfalls zum Schlachter gekommen wären, wenn diese tollen Menschen hier uns nicht aufgenommen und um uns gekümmert hätten. Unsere Dankbarkeit zeigen wir natürlich auch, indem wir mit den Menschen hier spielen und sie mit dem Kopf auf Kniehöhe knuffen. Die meisten von ihnen schimpfen dann ziemlich mit uns. Scheinbar ist das hier nicht die Manier, deswegen gewöhnen wir uns das grade ab und spielen so nur noch miteinander. Und das machen wir ziemlich oft, denn wegen unserem Alter sind wir noch ziemlich fit und haben Power! Die Ponys hier haben diese Power nicht mehr ganz so oft, aber das ist für uns okay. Wir beschäftigen uns einfach gegenseitig und kommen dann zum Kuscheln mit den anderen in den Unterstand, wenn wir endlich müde geworden sind. Auch mit unseren neuen Menschen kuscheln wir gerne. Manchmal nennen sie uns „Hasenhirne“, wenn sie unsere Köpfe mal wieder aus dem Zaun befreien müssen (ihr solltet das Gras mal auf der anderen Seite probieren… leckerschmecker!), dabei sind wir doch Schafe! Aber böse ist das sicher nicht gemeint, denn sie sagen das immer sehr liebevoll und tätscheln uns dabei das wollige Popöchen. Das haben wir nämlich besonders gern.

Dina

Hallo, willkommen auf diesem Hof. Komm mir aber bloß nicht zu nahe ! Okay, vielleicht doch, du könntest ja was Feines für mich dabei haben? Ja, meine Stimmung gegenüber Menschen ist ein Auf und Ab, aber als so kleine Katze wie ich eine bin, muss man eben heutzutage einfach vorsichtig sein. Eigentlich bin ich sogar ziemlich verschmust und vor allem eines: Neugierig! Auch wenn ich es ungern zugebe, wenn auf diesem Hof etwas passiert, da muss ich einfach gucken. Und wenn ich dabei erwischt werde, dann tue ich so, als müsste ich mich einfach nur putzen. Meinen Platz hier auf dem Hof, der ist mir glücklicherweise in den Schoß gefallen. Ich kam im Frühjahr hier vorbei spaziert und war noch ziemlich scheu, aber nach viel Geduld der Menschen hier mit mir und der ein oder anderen Tüte Katzenfutter, war mir klar: Hier bleibe ich! Und als Dankeschön habe ich hier dann auch meine drei kleinen Kinder bekommen, die die Helfer des Hofes Wochenlang belustigt haben und ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zauberten. Am liebsten frühstücke ich morgens und gehe dann meiner Wege, Sonne mich hinterm Bauwagen, schlafe ausgiebig auf dem weichen Heu oder beobachte die Helfer bei ihrer Arbeit und staube hier und da eine Streicheleinheit ab. Eines ist aber sicher: Mir wurde hier zu Recht verholfen. (Das bedeutet übrigens auch mein Name „Dina“, der kommt aus dem Hebräischen.)

Nikolaus

Hallo, ich bin der Nikolaus und nicht nur am längsten auf dem Gnadenhof, sondern trotz meiner 33 Jahre auch der Herdenchef. In meinem früheren Leben war ich das Jüngste von vier Kutschpferden, und als alle anderen gestorben waren, völlig alleine. Dazu kam, dass mein früherer Besitzer aufgrund seines hohen Alters und einer Alzheimer-Erkrankung, sich nicht mehr richtig um mich kümmern konnte. Ich hatte aber letztendlich das Glück, hier am Gnadenhof ein neues, sehr glückliches Zuhause zu finden. Seit vielen Jahren sind meine Mahlzähne nicht mehr gut genug um Heu essen zu können und deswegen bekomme ich mehrmals am Tag meinen Brei. Ich hätte es nicht besser treffen können, da alle sich ganz liebevoll um mich kümmern. Und die tun das sogar, obwohl ich manchmal ein ganz schöner Macho sein kann.

Falko

Huch.. wer bist du denn? Ich bin Falko und ich will immer ganz genau wissen, wer da vor mir steht und ob er nicht vielleicht irgendwo was Leckeres für mich versteckt hat. Mit meinen 28 Jahren, die man mir kaum ansieht, hab ich schon einiges erlebt und das vor allem in meinen jungen Jahren. Durch starke Probleme mit den Beinen und anderen körperlichen Einschränkungen wurde gesagt, man solle mich nur noch mit Schmerzmitteln vollpumpen bis meine Organe versagen. Die Menschlein hier auf dem Gnadenhof haben mich aber nicht aufgegeben und mich von oben bis unten betüddelt, so lieb wie ich einen anstupsen kann, hab ich das aber auch echt verdient. Ja, was soll ich sagen, heute bin ich ich top-fit und gehe mit meinem besten Freund Zaecar auf Erkundungstour nach Leckereien oder tobe mit ihm über die Weide. Hin und wieder sagt man mir nach, ich wäre tollpatschig oder gar verträumt… ob das wohl stimmt? Mein Charme wird vielleicht mit Tollpatschigkeit verwechselt… Mit den Menschen hier schmuse ich am liebsten den lieben langen Tag, aber auch an der Longe oder bei der Bodenarbeit zeige ich gerne, was ich für ein braves Pferdchen bin, unterm Sattel darf ich das ja nicht mehr, die haben Angst hier, dass mir dann wieder Rücken und Beine weh tun. Und so bekomm ich vielleicht die ein oder andere Streicheleinheit mehr.

Bonita

Guten Tag. Ich bin Bonita und war vor der Ankunft von Rieke und Lina die einzige Dame in der Herde. So führe ich mich auch manchmal auf, wie eine richtige Diva. Aber die Menschen hier nehmen mir das gar nicht übel, weil ich früher mit meiner Tochter in einem total dunklen, verdreckten Stall gestanden habe und ganz schön dünn war. Jetzt muss ich dafür alle Reserven horten. Damals hat sich niemand um mich gekümmert, das habe ich erst hier auf dem Gnadenhof kennen gelernt. Meine Tochter konnte damals an liebe Leute verkauft werden, mich wollte aber keiner, da ich dämpfig bin, also eine Lungenkrankheit habe. So kam ich dann glücklicherweise auf den Gnadenhof. Die Leute da haben mich aufgepäppelt und auch meinen schlimmen Husten gut in den Griff bekommen. Mir geht’s hier richtig gut und da ich das direkt geahnt habe, konnte ich von Anfang an hier zeigen, dass ich eine echt gute Leitstute wäre, nur der Nikolaus spielt da nicht so mit. Manchmal falle ich auch heute noch in alte Verhaltensmuster zurück und finde Menschen nicht so toll oder lasse mich nicht gerne anfassen, andere Pferde zicke ich dann auch schon mal ganz schön an, aber eigentlich bin ich echt eine ganz liebe. Ehrlich!

Zaecar

Ave Zaecar. Nein, ihr müsst mich nicht so ansprechen, hauptsache ihr bringt mir etwas Leckeres mit oder lächelt über meinen Schabernack, den ich gerne treibe. Keine Absperrung ist vor mir sicher, deswegen habe ich mich freiwillig zum Sicherheitsbeauftragten ernannt. Naja, an manchen Tagen bringe ich mein Pflegepersonal schon zur Verzweiflung, aber Gottseidank kann mir keiner wirklich böse sein, da ich soooo lieb gucken kann und einen sanften, liebenswerten Charakter habe. Des Öfteren werde ich hier Arabischer Schlingel genannt, das ist ja aber auch sehr passend. In meinem früheren Leben war ich ein Hochleistungssportler als Distanzpferd, sogar im deutschen Kader. Ich habe dadurch viele Städte bereist, aber leider hat die enorme Belastung zu einer Gleichbeinlahmheit geführt. Die Schulmedizin war bald am Ende ihres Lateins und empfahl eine längere Auszeit auf der Weide. Zum Glück landete ich dann hier und konnte aufgrund naturheilkundlicher Behandlungen, optimaler Haltung und keiner Belastungen mehr wieder weitestgehend schmerzfrei mit meinem besten Kumpel Falko über die Weide springen.

Gino

Hallo, ich bin der Gino. Ich bin 32 Jahre und war einst ein tolles Springpferd und habe so manche Hürde genommen. Doch irgendwann in meinem Leben verließ mich meine Kraft und dann ging es bergab. Als Sportler war ich nicht mehr zu gebrauchen und kam dann so in einen neuen Stall an dem ich sterben sollte. Es gab weder ausreichend Futter noch wurde sich richtig um mich gekümmert. Ich landete auf dem sogenannten Abstellgleis. Die Hoffnung hatte ich schon fast aufgegeben und war dem Sterben nahe, dann fand mich durch Zufall eine junge Frau, und hat mich mitgenommen und gefüttert, gepflegt und sich auch um meine medizinische Versorgung gekümmert. nach einigen Monaten war ich dann wieder soweit hergestellt, dass ich auf den Gnadenhof durfte und mich dort in eine Herde von 5 Pferden einleben konnte. Es war anfangs sehr schwer für mich, doch nun Lebe ich sehr glücklich seit einigen Jahren dort und habe auch tolle Freundschaften in der Zwischenzeit aufgebaut. Besonders die zwei schicken Schwarzwäldermädels Rieke und Lina hab ich richtig ins Herz geschlossen und umwerbe sie regelmäßig mit all meinem Charme….Hier ist es schön-hier bleib ich.

Lina

Ich bin Lina, eine 16 Jahre alte Schwarzwälder-Kaltblut-Stute. Auch ich bin in Wiesenbach geboren und habe von meinem Besitzer eine gute, liebevolle Erziehung erhalten und hatte eine herrliche Kindheit. Von allen anderen Pferden hörte ich immer, was für tolle Ausbildungen sie haben und wie fleißig sie sind. Erst dachte ich immer, schade, dass ich nicht so viel lerne. Aber ich verstand warum, denn mein Besitzer war krank und verstarb. Ich durfte dafür immer so sein, wie ich bin und so liebte er mich! Ich bin nämlich eine recht freche, manchmal auch bisschen sture, große, dicke, sehr lernwillige, neugierige und lustige Schmusebacke, die immer nur gekrault und gestreichelt werden möchte. Zu „mehr“ hat es in meinem Leben noch nicht gereicht, aber damit konnte ich dennoch ganz viele Menschen glücklich machen, die eigentlich vielleicht erstmal Angst vor Pferden hatten. Gott sei dank bin ich -zwar durch traurige Umstände- auf dem Gnadenhof eingezogen, denn hier darf ich weiterhin genau so sein, wie ich bin…. Eine Schmusebacke in Pferdeform 😉 ….Daaaanke!!!