Attila

Hey Seppl!

Hier kommt die Ablösung…mein Name ist Attila und den solltet ihr euch besser merken, denn bei den Ponys habe ich jetzt das Sagen. Aber eigentlich bin ich gar nicht so der „Rambo“. Klar, ich bin ein geborener Herdenchef, aber wirklich Probleme hatte ich bisher nur mit diesem einen Großen da. Falko, glaube ich. Aber der war mir auch einfach zu neugierig ! Der soll sich lieber mal um seine Herde kümmern und mich machen lassen. Denn in meinen knapp 100cm Schultermaß steckt eine Menge Power. Naja, sagen wir so in 50cm davon steckt die Power. In den anderen 50cm steckt dann doch ein kleiner Schmuser. Ich mag es einfach, die Aufmerksamkeit der Menschen zu bekommen, kleine Leckerchen oder wohltuende Streicheleinheiten. Und das, obwohl mein Vertrauen in Menschen nicht immer optimal war. Einer meiner Besitzer meinte mich nämlich in jungen Jahren ohne Narkose selbst kastrieren zu müssen…seit dem habe ich ein wenig Angst vor Männern. Ich weiß natürlich dass nicht alle Menschen schlecht sind, meine vorherige Besitzerin zum Beispiel. Die ist mega lieb, aber dieses doofe Corona hat die Haltung von Sugar und mir für sie leider unmöglich gemacht. Aber eben weil sie so eine liebe Besitzerin ist, wurde genau geschaut, wo wir jetzt ein neues Zuhause finden. Hier am Gnadenhof gibt es genügend Leute die mich verwöhnen und mit auf Spaziergänge nehmen. Das mag ich nämlich besonders gerne. Ich freue mich jedenfalls auf meine Zeit hier.

Sugar

Hallo!

Mein Name ist Sugar und ich bin das neue Zuckerstück auf diesem Hof. Zuckerstück, versteht ihr ? 😉 Wie ihr schon bei meinem Begleiter Attila lesen konntet, sind wir beide auf den Hof gekommen, weil unsere vorherige Besitzerin uns leider nicht mehr behalten konnte. Das macht mich zwar sehr traurig, aber ein Trost ist es dann doch, hier auf dem Hof ein neues Zuhause gefunden zu haben. Umgeben von einer Menge netter Leute, die sich um uns kümmern. Und so große Weiden! Ein Traum für mich, denn auf so schönen, weitläufigen Wiesen verbringe ich meine Zeit am liebsten. Und dann auch noch diese nette, neue Gesellschaft. Vor allem dieser Seppl hat es mir doch ziemlich angetan… Seppl und Sugar. Ich finde, das hört sich toll an. Was ich mindestens genau so sehr mag wie den Seppl, ist Wasser. Ich bin quasi ein richtiges Meerjungpony! Die Menschen hier schienen davon ziemlich irritiert, als ich direkt angefangen habe, in der Tränke zu planschen. Aber es macht einfach so Spaß, wenn das Wasser überall hin spritzt. Und an warmen Tagen ist es auch noch so erfrischend kühl.

Anders wie Attila bin ich nicht ganz so verschmust, aber ich schätze es wirklich sehr, was die Menschen hier auf dem Gnadenhof alles für uns tun. Also – ich hoffe, wir sehen uns!

Seppl

Aufgepasst: Hier kommt der Chef. Zumindest glaube ich, Seppl, das manchmal. Ich hab hier den Plan, wie was laufen soll und daran sollten sich auch alle halten, sonst werde ich auch mal etwas frecher. Wenn man mir aber immer mal was Gutes zu Futtern zusteckt oder mich beschäftigt, kann ich auch sehr charmant sein. Fressen ist meine große Leidenschaft, deswegen trage ich auch eine kleine Kugel spazieren. Aber ein richtiger Mann braucht ja auch einen Bauch, oder? Leider ist meine Lunge nicht mehr so ganz fit, wie bei Bonita. Manche sagen wir wären uns, abgesehen von der Größe und natürlich dem Geschlecht, echt ähnlich. Wenn ich nicht gerade am fressen bin, schlendere ich mit meinen Ponykumpels durch die Gegend oder pflege mein Fell durch ausgiebiges Wälzen.

Muffin

Sie nennen mich Muffin,aber wegen meiner Größe könnte ich auch gut Krümel heißen. Mein Aussehen und mein Benehmen hat ein wenig was von einem Hippie, sagen manche. Zum Beispiel hatte ich anfangs so langes Fell, dass man gar nicht sehen konnte, wie dünn ich eigentlich war und meine schicke Matte hat auch noch ständig eine andere Farbe, sodass man mich kaum erkennt, wenn man mich ein paar Tage nicht gesehen hat. Außerdem bin ich immer gut drauf und ein wenig verpeilt. Ich verlaufe mich ab und an auch mal,…..tja das liegt wohl daran ,das ich schon etwas älter bin als ich aussehe, so um die 29 Jahre bin ich wohl schon auf dieser Welt. Schnuckelig finden mich viele,oder süß. Naja, um als Bettelpony zu arbeiten war das wohl auch nötig. Ich weiß nicht mehr wie lange ich diesen Job gemacht hab, ist ja jetzt auch nicht mehr so wichtig. Jetzt bin ich hier – hier im kleinen Apfelparadies. Mit meinen drei Kumpels kann ich hier richtig viel Spaß haben und Unsinn machen.

Dina

Hallo, willkommen auf diesem Hof. Komm mir aber bloß nicht zu nahe ! Okay, vielleicht doch, du könntest ja was Feines für mich dabei haben? Ja, meine Stimmung gegenüber Menschen ist ein Auf und Ab, aber als so kleine Katze wie ich eine bin, muss man eben heutzutage einfach vorsichtig sein. Eigentlich bin ich sogar ziemlich verschmust und vor allem eines: Neugierig! Auch wenn ich es ungern zugebe, wenn auf diesem Hof etwas passiert, da muss ich einfach gucken. Und wenn ich dabei erwischt werde, dann tue ich so, als müsste ich mich einfach nur putzen. Meinen Platz hier auf dem Hof, der ist mir glücklicherweise in den Schoß gefallen. Ich kam im Frühjahr hier vorbei spaziert und war noch ziemlich scheu, aber nach viel Geduld der Menschen hier mit mir und der ein oder anderen Tüte Katzenfutter, war mir klar: Hier bleibe ich! Und als Dankeschön habe ich hier dann auch meine drei kleinen Kinder bekommen, die die Helfer des Hofes Wochenlang belustigt haben und ihnen ein Lächeln auf das Gesicht zauberten. Am liebsten frühstücke ich morgens und gehe dann meiner Wege, Sonne mich hinterm Bauwagen, schlafe ausgiebig auf dem weichen Heu oder beobachte die Helfer bei ihrer Arbeit und staube hier und da eine Streicheleinheit ab. Eines ist aber sicher: Mir wurde hier zu Recht verholfen. (Das bedeutet übrigens auch mein Name „Dina“, der kommt aus dem Hebräischen.)

Falko

Huch.. wer bist du denn? Ich bin Falko und ich will immer ganz genau wissen, wer da vor mir steht und ob er nicht vielleicht irgendwo was Leckeres für mich versteckt hat. Mit meinen 30 Jahren, die man mir kaum ansieht, hab ich schon einiges erlebt und das vor allem in meinen jungen Jahren. Durch starke Probleme mit den Beinen und anderen körperlichen Einschränkungen wurde gesagt, man solle mich nur noch mit Schmerzmitteln vollpumpen bis meine Organe versagen. Die Menschlein hier auf dem Gnadenhof haben mich aber nicht aufgegeben und mich von oben bis unten betüddelt, so lieb wie ich einen anstupsen kann, hab ich das aber auch echt verdient. Ja, was soll ich sagen, heute bin ich ich top-fit und gehe mit meinem besten Freund Zaecar auf Erkundungstour nach Leckereien oder tobe mit ihm über die Weide. Hin und wieder sagt man mir nach, ich wäre tollpatschig oder gar verträumt… ob das wohl stimmt? Mein Charme wird vielleicht mit Tollpatschigkeit verwechselt… Mit den Menschen hier schmuse ich am liebsten den lieben langen Tag, aber auch an der Longe oder bei der Bodenarbeit zeige ich gerne, was ich für ein braves Pferdchen bin, unterm Sattel darf ich das ja nicht mehr, die haben Angst hier, dass mir dann wieder Rücken und Beine weh tun. Und so bekomm ich vielleicht die ein oder andere Streicheleinheit mehr.

Bonita

Guten Tag. Ich bin Bonita und war vor der Ankunft von Rieke und Lina die einzige Dame in der Herde. So führe ich mich auch manchmal auf, wie eine richtige Diva. Aber die Menschen hier nehmen mir das gar nicht übel, weil ich früher mit meiner Tochter in einem total dunklen, verdreckten Stall gestanden habe und ganz schön dünn war. Jetzt muss ich dafür alle Reserven horten. Damals hat sich niemand um mich gekümmert, das habe ich erst hier auf dem Gnadenhof kennen gelernt. Meine Tochter konnte damals an liebe Leute verkauft werden, mich wollte aber keiner, da ich dämpfig bin, also eine Lungenkrankheit habe. So kam ich dann glücklicherweise auf den Gnadenhof. Die Leute da haben mich aufgepäppelt und auch meinen schlimmen Husten gut in den Griff bekommen. Mir geht’s hier richtig gut und da ich das direkt geahnt habe, konnte ich von Anfang an hier zeigen, dass ich eine echt gute Leitstute wäre. Manchmal falle ich auch heute noch in alte Verhaltensmuster zurück und finde Menschen nicht so toll oder lasse mich nicht gerne anfassen, andere Pferde zicke ich dann auch schon mal ganz schön an, aber eigentlich bin ich echt eine ganz liebe. Ehrlich!

Zaecar

Ave Zaecar. Nein, ihr müsst mich nicht so ansprechen, hauptsache ihr bringt mir etwas Leckeres mit oder lächelt über meinen Schabernack, den ich gerne treibe. Keine Absperrung ist vor mir sicher, deswegen habe ich mich freiwillig zum Sicherheitsbeauftragten ernannt. Naja, an manchen Tagen bringe ich mein Pflegepersonal schon zur Verzweiflung, aber Gottseidank kann mir keiner wirklich böse sein, da ich soooo lieb gucken kann und einen sanften, liebenswerten Charakter habe. Des Öfteren werde ich hier Arabischer Schlingel genannt, das ist ja aber auch sehr passend. In meinem früheren Leben war ich ein Hochleistungssportler als Distanzpferd, sogar im deutschen Kader. Ich habe dadurch viele Städte bereist, aber leider hat die enorme Belastung zu einer Gleichbeinlahmheit geführt. Die Schulmedizin war bald am Ende ihres Lateins und empfahl eine längere Auszeit auf der Weide. Zum Glück landete ich dann hier und konnte aufgrund naturheilkundlicher Behandlungen, optimaler Haltung und keiner Belastungen mehr wieder weitestgehend schmerzfrei mit meinem besten Kumpel Falko über die Weide springen.

Gino

Hallo, ich bin der Gino. Ich bin 34 Jahre und war einst ein tolles Springpferd und habe so manche Hürde genommen. Doch irgendwann in meinem Leben verließ mich meine Kraft und dann ging es bergab. Als Sportler war ich nicht mehr zu gebrauchen und kam dann so in einen neuen Stall an dem ich sterben sollte. Es gab weder ausreichend Futter noch wurde sich richtig um mich gekümmert. Ich landete auf dem sogenannten Abstellgleis. Die Hoffnung hatte ich schon fast aufgegeben und war dem Sterben nahe, dann fand mich durch Zufall eine junge Frau, und hat mich mitgenommen und gefüttert, gepflegt und sich auch um meine medizinische Versorgung gekümmert. nach einigen Monaten war ich dann wieder soweit hergestellt, dass ich auf den Gnadenhof durfte und mich dort in eine Herde von 5 Pferden einleben konnte. Es war anfangs sehr schwer für mich, doch nun Lebe ich sehr glücklich seit einigen Jahren dort und habe auch tolle Freundschaften in der Zwischenzeit aufgebaut. Besonders das schicke Schwarzwäldermädel Lina habe ich richtig ins Herz geschlossen und umwerbe sie regelmäßig mit all meinem Charme….Hier ist es schön-hier bleib ich.

Lina

Ich bin Lina, eine 18 Jahre alte Schwarzwälder-Kaltblut-Stute. Ich bin in Wiesenbach geboren und habe von meinem Besitzer eine gute, liebevolle Erziehung erhalten und hatte eine herrliche Kindheit. Von allen anderen Pferden hörte ich immer, was für tolle Ausbildungen sie haben und wie fleißig sie sind. Erst dachte ich immer, schade, dass ich nicht so viel lerne. Aber ich verstand warum, denn mein Besitzer war krank und verstarb. Ich durfte dafür immer so sein, wie ich bin und so liebte er mich! Ich bin nämlich eine recht freche, manchmal auch bisschen sture, große, dicke, sehr lernwillige, neugierige und lustige Schmusebacke, die immer nur gekrault und gestreichelt werden möchte. Zu „mehr“ hat es in meinem Leben noch nicht gereicht, aber damit konnte ich dennoch ganz viele Menschen glücklich machen, die eigentlich vielleicht erstmal Angst vor Pferden hatten. Gott sei dank bin ich -zwar durch traurige Umstände- auf dem Gnadenhof eingezogen, denn hier darf ich weiterhin genau so sein, wie ich bin…. Eine Schmusebacke in Pferdeform 😉 ….Daaaanke!!!

Buck

Howdy Fremder !

Ich bin Buck und seit Anfang Juni 2020 auf dem Gnadenhof. Als Quarterhorse habe ich eine Westernausbildung erhalten und wurde auch entsprechend geritten. Blöderweise hat mich die Arthrose erwischt, und das „geritten werden“ war eine große Belastung für mich. Daher durfte ich in Pension gehen und „umsatteln“ vom Reit- zum Rentnerpferd. Ich wäre gerne noch lange bei meiner Besitzerin geblieben, aber leider erkrankte Sie an ALS und verstarb Anfang 2020. Glücklicherweise hat Sie sich rechtzeitig um meinen Verbleib gekümmert, und ich bin auf den Gnadenhof umgezogen. Mir wird nachgesagt, dass ich etwas länger brauche um mich mit anderen Artgenossen anzufreunden. Naja, eventuell bin ich einfach gründlich bei der Prüfung…oder nur ein wenig schüchtern. Daher halte ich mich im Moment gerne bei einem Unterstand auf der Koppel auf und behalte somit den Überblick über das Geschehen am Hof, wie es bei einem „Lone Ranger“ eben sein muss 😉 Mit den Menschen komme ich gut klar und die finden mich auch sympathisch, habe ich gehört.

So long, Buck.